100 Euro Österreich Symbol des Göttlichen 2026 Gold PP

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Dieser Artikel erscheint am 14. Oktober 2026

  • OeS26019
  • 100 Euro
  • 2026
  • Österreich
  • Polierte Platte
  • Gold
  • 15,78 g
  • 30 mm
  • 20.000
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Die Münze präsentiert Reliquien, von denen man im Mittelalter und noch später glaubte, sie seien mit Jesu Blut in Berührung gekommen. Oder anders gesagt: Auf ihr sind Gegenstände einer Schlüsselszene der christlichen Religion zu sehen – der Kreuzigung. Solche Reliquien entstanden aus der Sehnsucht, den Glauben konkret zu machen und sich der Liebe Jesu zu versichern – einer Liebe, die Kraft und Zuversicht gab. Zugleich galten sie den Habsburgern als Zeichen dafür, dass ihre Macht von Gott gewollt war.

Die Heilige Lanze erfuhr verschiedene Deutungen, bis sie im Lauf des 13. Jahrhunderts mit dem Soldaten Longinus in Verbindung gebracht wurde. Der Überlieferung nach versetzte dieser mit ihr Christus den Todesstoß. Mit Jesu Blut benetzt, wurde die Lanze lange als Symbol der Reichsgewalt betrachtet und zählte zu den vornehmsten Reichsinsignien. Man schrieb ihrer Wunderkraft sogar zu, zu Schlachtensiegen verholfen zu haben.

Weitere Reliquien, die die Passion Christi bezeugen sollten, sind die Kreuzpartikel, die vom sogenannten „Wahren Kreuz“ stammen sollen. Sie galten als mit Blut getränkt und genossen daher besondere Verehrung. Sie luden die Gläubigen zum Mitempfinden mit dem Erlöser ein.

Zuletzt die Achatschale, rund 1600 Jahre alt und in makellosem Zustand: Sie galt als Heiliger Gral, als jenes Gefäß, das der Überlieferung nach Jesu Blut gesammelt hatte. Sie könnte am Hof Konstantins (306 bis 337) entstanden sein und gelangte vermutlich bei der Eroberung Konstantinopels 1204 in den Westen. 1564 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, als die Erben Kaiser Ferdinands I. die Schale zusammen mit dem sogenannten Ainkhürn – einem riesigen Narwalzahn, den man für ein Einhorn hielt – zu den beiden „unveräußerlichen Erbstücken des Hauses Österreich“ erklärten. Man erachtete diese Stücke als so kostbar, dass sie keinem Mitglied des Hauses Habsburg persönlich gehören sollten; sie sollten vielmehr, dem Vertrag zufolge, für alle Zeit im Besitz der Familie verbleiben.

Über alle Jahrhunderte hinweg haben diese wertvollen Zeugnisse christlich-abendländischer Frömmigkeit die Aura des Göttlichen bewahrt.

Die Wertseite zeigt berühmte Reliquien: Die Heilige Lanze (8. bis 14. Jh.) enthält mittig einen Stift, der für einen der Nägel gehalten wurde, mit denen Christus ans Kreuz geschlagen worden war. Dahinter sind die Kreuzpartikel zu sehen. Sie stammen der Legende nach vom Kreuz Christi; als Behältnis dafür diente ein schlichtes Kruzifix, entstanden nach 1350. Wieder dahinter befindet sich die Achatschale aus dem 4. Jahrhundert. Sie wurde aus einem einzigen Block geschnitten. Dieses bemerkenswerte Meisterwerk wurde als Heiliger Gral betrachtet.

Die Bildseite zeigt den gekreuzigten Christus; Blut, das aus seiner Seite strömt, wird in einer Schale aufgefangen. Außen links steht der Soldat Longinus mit der Lanze, mit der er Jesus die Wunde zugefügt haben soll.

Serienüberblick:

• 2026: Symbole des Göttlichen
• 2027: Die Bibel der Kaiser
• 2028: Das Goldene Vlies
• 2029: Die Legende des Einhorns
• 2030: Die Mystik des Todes

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