- Artikel-Nr.: OeS26010
- Nennwert: 10 Euro
- Jahrgang: 2026
- Land: Österreich
- Prägequalität: vorzüglich
- Metall: Kupfer
- Gewicht: 15 g
- Durchmesser: 32 mm
- Auflage: 130.000
- Dritte Ausgabe der Serie "Gschneizt & Kampelt"!
Loden und Tracht gehören heute untrennbar zusammen. Wer einen Janker oder einen Lodenhut trägt, empfindet oft eine enge Verbundenheit mit Tradition, Natur und Heimat. Ursprünglich diente Loden jedoch als robuste Arbeitskleidung. Vor allem die Landbevölkerung, darunter Hirten und Jäger, schätzte den widerstandsfähigen Stoff, der Wind und Regen standhält, Wärme spendet und zugleich atmungsaktiv ist.
Im 19. Jahrhundert erlebte Loden eine Wandlung von besonderer Bedeutung. Adel und Bürgertum entdeckten während ihrer Sommerfrische in den Alpen den schlichten Wollstoff für sich und waren von seinen Eigenschaften begeistert. Was zuvor ein praktisches Gewebe für den Alltag gewesen war, wurde nun zur festlichen Tracht aufgewertet. Aus dem Arbeitsmantel entstand der Sonntagsjanker.
Das Handwerk der Lodenherstellung lebt bis heute fort. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die älteste Lodenmanufaktur der Welt in Ramsau am Dachstein, in der seit fast 600 Jahren Loden gewalkt wird. Auch die internationale Modewelt hat den Stoff längst für sich entdeckt. Auf den großen Laufstegen wird er in modernen Interpretationen präsentiert und verdeutlicht damit eindrucksvoll, dass Loden weit mehr ist als ein traditionelles Material. Er steht für Zeitlosigkeit und Stil.
Die Wertseite der Münze zeigt einen Ausschnitt eines sogenannten Miederlatzes mit reicher Blumenstickerei. Auf der Bildseite ist eine Frau in Tracht dargestellt. Der Leib ihres Dirndls ist vorne mit einem geschnürten Miederlatz samt Stickerei versehen, über den Schultern trägt sie ein Lodentuch. Im Hintergrund verläuft waagrecht ein Band im Stil einer Miederlatzstickerei. Rechts innerhalb des Ornaments ist ein Schaf abgebildet.