- Artikel-Nr.: DE26019
- Nennwert: 100 Euro
- Jahrgang: 2026
- Land: Deutschland
- Prägequalität: Stempelglanz
- Metall: Feingold
- Gewicht: 15,55 g
- Durchmesser: 28 mm
- Auflage: max. 53.000
- Vierte Ausgabe der deutschen 100 Euro-Serie "Meisterwerke der deutschen Literatur"!
- Staatlich streng limitiert!
- 1/2 Unze pures Gold 999.9!
- Lieferung erfolgt im Etui mit Echtheitszertifikat!
Die Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff, erschienen 1842, gilt als Meilenstein der deutschen Literatur. Die Novelle erzählt von Schuld, sozialer Enge und der Unmöglichkeit, eine endgültige Wahrheit zu finden. Im Mittelpunkt steht Friedrich Mergel, der in einem abgelegenen westfälischen Dorf in Armut und Gewalt aufwächst. Nach mehreren rätselhaften Todesfällen gerät er in den Verdacht, den jüdischen Händler Aaron ermordet zu haben. Friedrich flieht und kehrt Jahrzehnte später unerkannt zurück, nur um tot an jener Buche aufgefunden zu werden, unter der Aaron starb. In den Stamm ist ein hebräischer Fluch geritzt: "Wenn du dich diesem Ort nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast." Bemerkenswert ist dabei Droste-Hülshoffs erzählerische Strategie: Die Novelle arbeitet bewusst mit einer mehrdeutigen, unzuverlässigen Perspektive, die den Leser in der Schwebe lässt und eine eindeutige Schuldzuweisung verweigert. Ebenso wenig lässt sich der Antisemitismus des Werkes aus heutiger Sicht übergehen; die Darstellung der jüdischen Gemeinschaft und die gesellschaftliche Gleichgültigkeit gegenüber Aarons Schicksal spiegeln die historischen Vorurteile und Ausgrenzungsmechanismen der Zeit wider. Die Judenbuche verbindet historische Realität mit poetischer Verdichtung: ein Werk über das Ringen um Gerechtigkeit und Wahrheit, das bis heute nichts von seiner Spannung verloren hat.
Die Wertseite trägt den Adler, den Schriftzug "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND", die Wertangabe, die Jahreszahl 2026, die zwölf Europasterne sowie das Münzzeichen der jeweiligen Prägestätte ("A", "D", "F", "G" oder "J").